RB Leipzig hat einen neuen Sportdirektor. Rouven Schröder übernimmt die vakante Position, der Vertrag wurde am Dienstag unterschrieben. Gerüchte über diese Zusammenarbeit gibt es bereits seit Wochen. Zuletzt war Schröder beim FC Schalke 04 in der Position des Sportdirektors tätig, er verließ den Verein freiwillig im vergangenen Oktober.

Die Personalie des Sportdirektors beim RB Leipzig war seit dem Sommer 2021 offen. Damals wechselte Max Krösche zu Eintracht Frankfurt, wo er übrigens mit großem Erfolg agiert. Mittlerweile ist die Führungsmannschaft von RB eine vollkommen andere als noch vor Monaten.

RB Leipzig stellt sich neu auf

Der langjährige Geschäftsführer Oliver Minzlaff hatte erst im November seinen Abschied verkündet. Er ging in Leipzig von Bord, um beim Red Bull Konzern in die Führungsebene zu wechseln. Seine Position soll aktuell nicht 1:1 neu besetzt werden.

Auch Max Eberl ist neu

Offiziell erst seit dem 15. Dezember hat Max Eberl einen langfristigem Vertrag bei RB Leipzig unterschrieben. Langfristig soll bedeuten, dass die Vereinbarung bis zum Sommer 2026 gültig ist. Eberl hat nun Schröder mit ins Boot geholt. Er hat aber nicht mehr die gleiche Position inne wie bei seinem früheren Verein Borussia Mönchengladbach, wo er vor knapp einem Jahr wegen eines Burn Out aus dem Amt geschieden war. Dass er diesen Posten in Leipzig antrat, hatte zumindest bei einigen Fans der Borussen zu verschiedenen Verschwörungstheorien geführt.

Schröder verließ Schalke im Herbst

Rouven Schröder überraschte im Herbst, als er seinen Posten beim FC Schalke 04 mehr oder minder plötzlich aufgab. Allerdings aus anderen Gründen als Eberl in Gladbach. Er war es, der den Traditionsverein nach nur einem Jahr wieder aus der 2. Liga in die Bundesliga führte.

Nur dass in dieser gegen den Abstieg gekämpft wird und nicht alle Personalentscheidungen erfolgreich waren. Rund um seine Demission musste der Trainer entlassen werden. Seit Oktober ruhte sein Vertrag, an diesem Dienstag wurde er offiziell aufgelöst, wie auch aus Gelsenkirchen bekannt gegeben wurde. Es heißt, dass die Leipziger sich nach offenen und fairen Gesprächen mit dem FC Schalke 04 einigen konnten. Voraussichtlich werden einige Euros geflossen sein. Man munkelt von einer halben Million.

Schröder hat einen guten Namen in der Bundesliga

Auch wenn sein Abschied aus Schalke (angeblich aufgrund persönlicher Gründe) nicht ganz ideal verlief, hat Rouven Schröder einen guten Ruf in der Branche. Der 47-jährige, der übrigens als Profi für den MSV Duisburg und für den VfL Bochum 8 mal in der Bundesliga und 48 mal in der zweiten Liga auflief, war zuvor bereits beim 1. FSV Mainz 05 und bei der Spielvereinigung Greuther Fürth in hohen Positionen aktiv.

Beim SV Werder Bremen wurde er nach Fürth zum Direktor Profifußball und Scouting, ehe er im Mai 2016 nach Mainz wechselte. Seine Stelle dort verlor er im Dezember 2020.

Große Ambitionen in Leipzig

Sowohl Eberl als auch Schröder waren in der Vergangenheit nicht unbedingt als Fans von Clubs aufgefallen, die Mäzene haben. Genau das sorgte auch bei ihren aktuellen Verträgen für Kritik. Dass man bei RB Leipzig Ambitionen hat, ist allgemein bekannt.

Auch aktuell wird um die Plätze in der Champions League gekämpft, für die man sich wieder qualifizieren möchte. Aber es soll noch zu großen Veränderungen im Sommer kommen, weil der Altersdurchschnitt des Kaders mittlerweile stark angestiegen ist. Da werden sowohl Max Eberl als auch Rouven Schröder als spannende Aufgaben bevorstehen.