FC Southampton: Trainer Jones nach nur drei Monaten gefeuert

Der FC Southampton hat am vergangenen Wochenende Trainer Nathan Jones entlassen. Diese Nachricht ist aus einem durchaus ungewöhnlichen Grund bemerkenswert. Der Coach hatte die Aufgabe beim derzeit Letzten in der englischen Premier League nämlich erst im November übernommen. Er war Nachfolger des in Österreich bestens bekannten Ralph Hasenhüttl, einst Spieler in der Alpenrepublik und vor allem ein gebürtiger Österreicher.

Wer nun diesen Posten übernehmen wird, ist noch nicht klar, im Rennen soll Jesse Marsch sein, von 2019 bis 2021 Trainer des FC Red Bull Salzburg.

Über Nathan Jones

Nathan Jones stammt gebürtig aus Wales. Er war zuvor bei zwei anderen Vereinen tätig, bei Luton Town und Stoke City. Während es beim ersten drei Jahre gutging, verließ er Stoke City bereits nach zwölf Monaten.

Er kehrte zurück nach Luton Town, wo er im November freiwillig den Vertrag auflöste, um zum FC Southampton wechseln zu können. Das verwunderte nicht, schließlich konnte er von der zweiten Liga, der Championship, in die höchste englische Spielklasse gehen.

FC Southampton: Letzter in der Premier League

Wer sich die Tabelle in der englischen Premier League anschaut, erkennt, dass nach 22 Spieltagen der FC Southampton fast schon abgeschlagen auf Platz 20 rangiert. Das Torverhältnis von -22 ist zwar nicht das schwächste der drei derzeit auf den Abstiegsplätzen stehenden Vereine, aber für Optimismus sorgt es wahrlich nicht. Vier Punkte Rückstand auf den rettenden Platz 17, drei sind es auf die beiden Clubs, nämlich auf den FC Everton und auf den FC Bournemouth.

Keine idealen Voraussetzungen

Nun ist es nicht überraschend, dass der FC Southampton gegen den Abstieg kämpft. Er hat bei weitem nicht so viel Geld wie die Konkurrenz. Aber auch The Saints, so der offizielle Name, wird von Investoren aus China und aus der Schweiz geführt, die Erwartungen sind hoch, wie nach einem Verkauf im Jahr 2017 zu hören war.

Es sollte auf jeden Fall aufwärts gehen nach Platz 15 in der Vorsaison. Seit dem Sommer 2012 spielt der FC Southampton in der Premier League, in der er bereits von 1992 bis 2005 fest verankert war. Das sollte aus Sicht der Verantwortlichen auch möglichst so bleiben.

Die letzten Resultate

Unter der Regie des nun entlassenen Trainers gelang dem FC Southampton genau ein Sieg: auswärts mit 2:1 beim FC Everton am 14. Januar. Ansonsten wurden alle Ligaspiele verloren. Das letzte Resultat im heimischen Stadion war ein 1:2 gegen die Wolverhampton Wanderers.

Davor wurde beim FC Brentford mit 0:3 verloren. Niederlagen gegen Aston Villa, Nottingham Forest, beim FC Fulham, gegen Brighton and Hove Albion, alles nach der WM, ließen dem Verein wohl keine andere Wahl, als die Reißleine zu ziehen und sich vom Trainer zu trennen. Wobei parallel sowohl im FA Cup als auch im League Cup Siege zu verzeichnen waren.

Als Ralph Hasenhüttl entlassen wurde

Am 7. November des letzten Jahres, also kurz vor der Weltmeisterschaft in Katar, wurde Ralph Hasenhüttl als Trainer und Team Manager des FC Southampton entlassen. Dies geschah nach einer 1:4 Heimpleite gegen Newcastle United.

Seit diesem Zeitpunkt stand der Verein auf einem Abstiegsplatz, den er bis heute nicht wieder verlassen konnte. Zuvor hatte der österreichische Trainer zweimal deutlich mit 0:9 in der Premier League verloren, dies aber ohne Konsequenzen.

Er war im Dezember 2018 zu diesem Club gewechselt, 2019 kam es zur ersten der genannten historischen Niederlagen, im Februar 2021 dann zur zweiten. Zum Zeitpunkt seines Abschieds waren nach 14 Spielen drei Siege und drei Unentschieden für den FC Southampton in der aktuellen Saison der Premier League zu verzeichnen.

Fazit: Es wird schwer für den FC Southampton

Wenn ein Verein zweimal in einer Saison den Trainer wechselt und dennoch den letzten Platz in der Tabelle belegt, muss man kein Prophet sein um zu ahnen, dass es mit dem Klassenerhalt alles andere als einfach wird. Die Wetten auf den FC Southampton als Absteiger sind zumindest für interessierte Wettfreunde für vergleichsweise niedrige Quoten zu bekommen.